Spuren der Römer am Niederrhein

Roemer(djd). Asterix und Obelix wussten gar nicht, was sie sich entgehen ließen, als sie sich so vehement gegen die Römer wehrten. Moderne Architektur, neue Straßen und Verkehrswege über Flüsse sowie italienische Möbel und Gefäße: All das brachten die Eroberer mit, als sie im Jahr 12 vor Christi Geburt ins niederrheinische Xanten kamen und dort eine völlig neue Zeit anbrechen ließen.

Römischen Lebensstil erleben

Umso spannender ist es für die heutigen Gäste dieser Gegend, einen Einblick in den damaligen Lebensstil zu bekommen. 800 Jahre umfasst der Parcours im gerade eröffneten RömerMuseum im Archäologischen Park Xanten, er führt von der Zeit unmittelbar vor der römischen Eroberung des Niederrheins bis zum Ende der Antike. Anhand von 2.500 Objekten wird die Entwicklung der Colonia Ulpia Trajana, der zweitgrößten Stadt der Provinz Niedergermaniens, skizziert. Ihr Territorium, auf dem zwei römische Legionen lagerten, war sogar größer als das von Köln. Die Niederrheiner fühlen sich dieser Tradition bis heute verpflichtet: So marschiert jedes Jahr eine Kohorte in römischer Originalausrüstung auf Wegen, die schon die Legionäre kannten, 100 Kilometer bis nach Xanten.

Im Gegensatz zum römischen Reich verzeichnete die Region jedoch alles andere als einen Niedergang der Kultur. Im Gegenteil: Hier hat sich eine Vielfalt von historischen Stätten und Kunstmuseen entwickelt, die mehr als einen Besuch wert sind. So liegt nur etwa 20 Kilometer nordwestlich von Xanten das neugotische Wasserschloss Moyland. Es zeigt bedeutende Kunstwerke des 19. und 20. Jahrhunderts, vor allem aber die weltweit größte Sammlung von Arbeiten des bedeutenden Künstlers Joseph Beuys, zusammengestellt von den Brüdern van der Grinten, die mit Beuys eng befreundet waren. Schloss Moyland mit seiner weitläufigen Gartenanlage, die einen Skulpturenpark und einen üppigen Kräutergarten beherbergt, ist nur ein Ausschnitt der stets lebendig gebliebenen, niederrheinischen Kulturlandschaft. Unter www.niederrhein-tourismus.de gibt es mehr Informationen.
Foto: djd/Niederrhein Tourismus/Helmut Berns

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